Anhang


I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen 

Die Bürgschaftsbank Thüringen GmbH (BBT) hat ihren Sitz in Erfurt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena (HRB 102250). Die BBT gehört zu den Kreditinstituten, die Bankgeschäfte gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 KWG betreiben. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der allgemeinen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der besonderen Vorschriften des HGB für Kreditinstitute (§§ 340 ff. HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV). Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Kontoform gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Barreserve ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sind mit dem Nennwert angesetzt. Der Posten „Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere“ beinhaltet sowohl Wertpapiere, die der Liquiditätsreserve zugeordnet sind als auch Wertpapiere, die dem Anlagebestand zugeordnet sind. Alle Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Eine in den Vorjahren erworbene Schuldverschreibung, die dem Anlagevermögen zugeordnet ist, ist mit dem Nominalwert bilanziert. Das Agio wurde im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Der Posten „ Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ beinhaltet den Spezialfonds, der der Liquiditätsreserve zugeordnet ist und wie Umlaufvermögen behandelt wird. Er ist zu Anschaffungs-kosten angesetzt und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei werden die von der Depotbank bzw. Kapitalanlagegesellschaft zur Verfügung gestellten Bewertungen bzw. Anteilswerte des Investmentfonds zum Bilanzstichtag herangezogen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, aktiviert. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, vorgenommen. Die im Geschäftsjahr zugegangenen Sachanlagen wurden pro rata temporis abgeschrieben, Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ausreichend bemessen.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der „Richttafeln 2018 G“ (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) angesetzt. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 2,30 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach 8 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. So wurde für den Rententrend 2 % p.a. berücksichtigt. Der Anwartschaftstrend beträgt 0 % p.a., da der Begünstigte bereits aus der Bank ausgeschieden ist.

Allen erkennbaren Risiken aus dem Bürgschafts- und Garantiegeschäft wird durch die Bildung von Einzelrückstellungen ausreichend Rechnung getragen. Im Berichtsjahr wurden Einzelrückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gemäß 8 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer durchschnittlichen Restlaufzeit entsprechenden Anhang 15 durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Das latente Risiko aus dem Bürgschafts- und Garantiegeschäft wird durch Pauschalrückstellungen abgedeckt. Die Bank ermittelt das latente Risiko unter Verwendung des Ratingsystems auf Basis der dort hinterlegten Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten und der Eigenrisiken im Kreditbestand. Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuches werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Die Bank hat zur Ermittlung einer möglichen Drohverlustrückstellung gemäß 8 340a i.V.m. 8 249 Abs. 1 Satz 1 HGB die barwertige Betrachtungsweise angewendet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2020 war keine Rückstellung zu bilden.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute gebildet. Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Unter den Eventualverbindlichkeiten werden Verpflichtungen aus Bürgschaften und Garantien mit den valutierenden Beträgen abzüglich gebildeter Einzel- und Pauschalrückstellungen zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Unter den anderen Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus unwiderruflichen Bürgschafts- und Garantiezusagen ausgewiesen. Die auf laufende Guthaben von Kreditinstituten erhobene negative Verzinsung („Strafzins“) wird im Zinsertrag erfasst, schmälert also den Zinsertrag (Angabe gemäß 8 340a HGB i.V.m. 8 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB). Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

III. Erläuterungen zur Bilanz 

Aktiva
Von den Forderungen an Kreditinstitute (TEUR 12.453; Vorjahr TEUR 21.689) bestehen TEUR 8.181 an Banken, die Gesellschaftsanteile an der BBT halten. Bei den Schuldnern handelt es sich um inländische Kreditinstitute. Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute (TEUR 4.910; Vorjahr TEUR 3.028) enthalten Sichteinlagen und Tagesgelder. Die anderen Forderungen an Kreditinstitute (TEUR 7.543; Vorjahr TEUR 18.661) beinhalten Festgeldanlagen einschließlich der abgegrenzten Zinsen. Die Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt auf:


 Andere Forderungen an Kreditinstitute
20202019
RestlaufzeitenTEURTEUR
bis 3 Monate02.937
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 09.300
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre5.0001.468
mehr als 5 Jahre2.5004.895


Anteilige Zinsen (TEUR 43), die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Die Forderungen an Kunden (TEUR 126; Vorjahr TEUR 106) betreffen Forderungen an die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH aus Bearbeitungsgebühren sowie Forderungen aus Provisionen und Bearbeitungsgebühren an Bürgschaftsnehmer; alle Forderungen haben eine Laufzeit unter drei Monaten. Im Berichtsjahr waren Abschreibungen auf Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 8 erforderlich.

Unter Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (TEUR 16.834; Vorjahr TEUR 10.300) werden elf Inhaberschuldverschreibungen von inländischen Kreditinstituten einschließlich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen. Alle Wertpapiere sind börsenfähig. Zwei Wertpapiere über insgesamt TEUR 4.037 sind börsennotiert. Sechs Inhaberhaberschuldverschreibungen dienen als Liquiditätsreserve. Fünf Wertpapiere sind dem Anlagebestand zugeordnet. Aufgrund der Anwendung des strengen Niederstwertprinzips erfolgten zum Bilanzstichtag Abschreibungen in Höhe von TEUR 46 und Zuschreibungen in Höhe von TEUR 68 auf den Nominal- bzw. Anschaffungswert. In 2020 waren keine Wertpapiere endfällig, auch in 2021 wird kein Wertpapier fällig.

Die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (TEUR 24.171; Vorjahr TEUR 23.771) betreffen ausschließlich den für die BBT aufgelegten und durch die Universal-Investment-Gesellschaft mbH verwalteten Spezialfonds, der der Liquiditätsreserve zugeordnet ist. Der Anlageschwerpunkt des Spezialfonds liegt auf festverzinslichen Wertpapieren (Rentenpapiere) von bonitätsseitig einwandfreien Emittenten (überwiegend Bund bzw. deutsche Bundesländer und Pfandbriefe deutscher Banken). Gemäß den vorgegebenen Anlagerichtlinien dürfen Aktien (nur DAX- und MDAX-Werte) bis max. 25 % - unter Hinzurechnung der Unternehmensanleihen max. 35% des Fondsvolumens zur Nutzung von besseren Renditechancen beigemischt werden. Die Erhöhung des bilanzierten Fondswertes um TEUR 400 gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Auflösung von stillen Reserven gem. 8 340 f HGB. Eine Ausschüttung für den Fonds wurde in 2020 nicht vorgenommen. Der Wert des Spezialfonds betrug zum 31. Dezember 2020 TEUR 35.021; die Kurswertreserven betragen zum Bilanzstichtag TEUR 10.179 (Vorjahr: TEUR 9.822). Die Rückgabe von Fondsanteilen unterliegt keinen Beschränkungen. Die Fondsanteile des BBT-Universal-Fonds sind nicht börsenfähig.

Die Beteiligungen (TEUR 57; Vorjahr 57) sind unverändert. Die BBT hält an der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH (MBGT) mit Sitz in Erfurt einen Anteil von TEUR 51, dies entspricht einem Anteilsbesitz von 0,51 %. Die MBGT wird vollumfänglich durch die BBT geschäftsbesorgt. Das Eigenkapital der MBGT beträgt zum31.12.2019 TEUR 26.842, das Jahresergebnis 2019 TEUR 928. Die BBT hält zudem einen Anteil von TEUR 6 an der Bundeskreditgarantiegemeinschaft des Handwerks GmbH (BKGG) mit Sitz in Berlin, dies entspricht einem Anteilsbesitz von 1,66 %. Die Beteiligung an der BKGG dient vordergründig zur Erfüllung der Aufgaben einer Bürgschaftsbank (Fördergedanke) und damit einem langfristigen strategischen Zweck.

Bei den Immateriellen Anlagewerten (TEUR 4; Vorjahr TEUR 67,16) handelt es sich um entgeltlich erworbene Software. Unter den Sachanlagen (TEUR 39; Vorjahr TEUR 41) werden Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung und Hardwarekomponenten ausgewiesen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 320; Vorjahr TEUR 183) beinhalten hauptsächlich Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen (insgesamt TEUR 172) für eine Pensionszusage der Bank und ein Zeitwertkonto sowie Forderungen an das Finanzamt aus Umsatzsteuer (TEUR 146). Eine Verrechnung der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung wurde nicht vorgenommen, da die Voraussetzungen des 8 246 Abs. 2 HGB nicht vorliegen.

Passiva
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten(TEUR 0; Vorjahr TEUR 3.815) wurden in 2020 vollständig zurückgeführt. Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 466; Vorjahr TEUR 317) enthalten im Wesentlichen eingegangene Regresszahlungen zur Weiterleitung an die Rückbürgen (TEUR 179), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeiten bis zu drei Monaten (TEUR 138), Verbindlichkeiten gegenüber der Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH aus der Abrechnung des Geschäftsbesorgungsvertrages (TEUR 116) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer sowie Solidaritätszuschlag (TEUR 29).

Den Pensionsrückstellungen (TEUR 943; Vorjahr TEUR 918) liegen individuelle Einzelverträge zugrunde. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewandte Zinssatz von 2,30 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelnach 8 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 2,72) festgelegt. Die Differenz zum Erfüllungsbetrag, die sich unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre von1,6 % ergibt, beträgt TEUR 81 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die anderen Rückstellungen (TEUR 13.845; Vorjahr TEUR 12.377) betreffen mit TEUR 113.591 hauptsächlich Einzel-und Pauschalrückstellungen für die Risikovorsorge bei Bürgschaften und Garantien. Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Personalvergütungen, für Kosten für die Jahresabschlussprüfung, für den zu veröffentlichenden Geschäftsbericht, für Beiträge zur Berufsgenossenschaft, für Betriebsjubiläen, für ausstehende Rechnungen sowie für Archivierungskosten.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt unverändert TEUR 11.500 (Vorjahr TEUR 11.500).

Das Stammkapital beträgt per 31. Dezember 2020 EUR 12,9 Mio.; es ist voll eingezahlt. Der für das Geschäftsjahr2020 ausgewiesene Jahresüberschuss von TEUR 65 wurde gemäß Gesellschaftsvertrag in die Satzungsmäßige Rücklageeingestellt und erhöht diese auf TEUR 14.338.

Angaben unter dem Bilanzstrich
Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnisse betreffen Bürgschafts- und Garantieübernahmen für kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Angehörige der freien Berufe. Die Risiken wurden im Zuge von Einzelbewertungen der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Bei den ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um die im Rahmen des Gesellschaftszweckes übernommenen Kreditbürgschaften und Garantien. Für die Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen bestehen Rückbürgschaften und Rückgarantien des Bundes und des Freistaates Thüringen.

Der Gesamtbetrag der am Bilanzstichtag ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten beträgt nach Abzug der Einzel- und Pauschalrückstellungen TEUR 220.197 (Vorjahr TEUR 215.612); dafür bestehen Rückbürgschaften und -garantien des Bundes und des Freistaates Thüringen in Höhe von TEUR 175.865 (Vorjahr TEUR 171.037).

Die unwiderruflichen Kreditzusagen (TEUR 22.034; Vorjahr TEUR 16.163) beinhalten zum Bilanzstichtag nicht valutierende Bürgschaften und Garantien, für die die Urkunden bereits herausgelegt wurden, für die aber von den Hausbanken noch keine Vertragsabschlussbestätigung abgegeben wurde. Für die Bürgschaften und Garantien bestehen Rückbürgschaften und –garantien des Bundes und des Freistaates Thüringen in Höhe von TEUR 17.805 (Vorjahr TEUR 11.595).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Zinsaufwendungen (TEUR 82; Vorjahr TEUR 132) sind neben den Zinsen für das in 2020 zurückgezahlte Darlehen der KfW (TEUR 5) auch die Zinsaufwendungen aus der zum Bilanzstichtag ermittelten Aufzinsung von Einzel- und Pauschalrückstellungen für das Kreditgeschäft (insgesamt TEUR 77) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 83; Vorjahr TEUR 87) betreffen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung für die Pensionsrückstellungen (TEUR 24) und nichtabzugs-fähige Vorsteuer (TEUR 25).

Von den Zinserträgen (TEUR 201; Vorjahr TEUR 359) entfallen TEUR 70 auf Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften(darin enthalten TEUR 9 „Strafzinsen“ auf Guthaben, Reduktion des Zinsertrags) und TEUR 131auf Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren.

Die Provisionserträge (TEUR 3.707; Vorjahr TEUR 3.644) beinhalten mit TEUR 3.186 Bürgschafts- bzw. Garantieprovisionen und mit TEUR 521 Bearbeitungsgebühren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 1.144;Vorjahr TEUR 1.188) ist mit TEUR 1.038 hauptsächlich die Vergütung, die die Bank für die Geschäftsbesorgung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH für 2020 erhalten hat (Vorjahr TEUR 1.099), enthalten.

V. Sonstige Pflichtangaben

Die BBT bearbeitet und verwaltet Garantien des Freistaates Thüringen für Mitarbeiterbeteiligungen von insgesamt TEUR 184 (Vorjahr TEUR 184). Des Weiteren verwaltet die BBT als Dienstleistung für Bund und Land, KfW und im eigenen Interesse Regressforderungen aus abgerechneten Bürgschaften und Garantien von insgesamt EUR 123,3 Mio. (Vorjahr EUR 130,1 Mio.), aus Mitarbeiterbeteiligungsgarantien von insgesamt EUR 2,0Mio. (Vorjahr EUR 2,0 Mio.) sowie aus Leasing Bürgschaften EIF von insgesamt TEUR 20,3 (Vorjahr EUR 20,3).

Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für ein Mitglied des Verwaltungsrates TEUR 152 (eine Bürgschaft). Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2020 waren - ohne Geschäftsführung - 30 Mitarbeiter (davon fünf Teilzeitkräfte, eine geringfügig Beschäftigte und eine Mitarbeiterin im Mutterschutz/Elternzeit) beschäftigt. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für
› Abschlussprüfungsleistungen TEUR 55,
› sonstige Leistungen TEUR 5.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren in Höhe von TEUR 285 aus langfristig abgeschlossenen Mietverträgen für die Geschäftsräume der BBT mit Laufzeiten bis März 2022.

VI. Organe der Gesellschaft

a) Geschäftsführung
Die Geschäftsführung bestand im Berichtsjahr aus
Dipl.-oec. Michael Burchardt, Erfurt und
Dipl.-Betriebswirt Stefan Schneider, Berlin.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Für Pensionsverpflichtungen früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen sind zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 711 zurückgestellt; die laufenden Bezüge für diese betrugen
TEUR 27.

b) Verwaltungsrat
Die ordentlichen Mitglieder und ihre Stellvertreter sind in der Anlage zum Anhang benannt. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten in 2020 Aufwandsentschädigungen in Höhe von TEUR 4.

c) Bewilligungsausschuss
In der Bank besteht ein Bewilligungsausschuss, der sich aus neun ordentlichen Mitgliedern mit jeweils einem 1.und 2. Stellvertreter – bis auf die zwei namentlich nicht benannten Mitglieder (je eines) vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft und vom Thüringer Finanzministerium - zusammensetzt(siehe Anlagen zum Anhang).

Die Tätigkeit im Bewilligungsausschuss ist ehrenamtlich. Die Mitglieder erhalten eine vom Verwaltungsrat festgesetzte pauschale Aufwandsentschädigung sowie Fahrtkostenerstattungen. Im Berichtsjahr erhielten die Mitglieder des Bewilligungsausschusses insgesamt TEUR 6.

VII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und nennenswerte Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Bank haben, liegen nicht vor.

Erfurt, 16. März 2021

Bürgschaftsbank Thüringen GmbH

Michael Burchardt                           Stefan Schneider